Auf der Gaularfjellet-Route
Nachdem gestern Nachmittag ein LKW eine Ladung Recycling-Beton auf dem Parkplatz abgekippt hatte, rückte heute Morgen ein Bagger an. Der Platz soll repariert werden. Repariert? In Deutschland hätte man für die nächsten Jahre ein Schild hingestellt: Schlechte Wegstrecke.
Aber wir konnten in Ruhe frühstücken und sind dann losgefahren.
An einer 180 Grad Kurve haben wir für ein Foto in den Fjord angehalten. Da lief nebenan frisches Wasser vom Berg. So haben wir alle Wassserflaschen aufgefüllt.


In Vik haben wir zwei besondere Kirchen besucht:
- Die Steinkirche in Hove
- Die Stabkirche in Hopperstad

Um 11.00 Uhr öffnete die Kirche und ein junger Mann machte für uns eine kleine Führung auf Englisch.
Ein Herr Blix hat den Abriss verhindert und die Kirche wieder aufgebaut. Hier wurde viel Speckstein verbaut. Der sollte für andere Gebäude genutzt werden.


Ein Stückchen weiter auf der Straße stand ein riesiges Baumhaus.


Hier hatten wir das Glück, dass wir einen deutschen Guide trafen. Er hat uns Einiges zur Kirche erklären können.


Die Stabkirchen werden alle drei Jahre mit Kiefernteer gestrichen. Das schützt zwar das Holz, ist aber andererseits ein sehr guter Brandbeschleuniger. Dementsprechend wird hier mit offenen Flammen sehr vorsichtig umgegangen.
Von Vangsnes haben wir die Fähre nach Dragsvik genommen.
Es gibt keine Direktverbindung. So sind wir in Hella runter von der Fähre, schnell umgedreht und wieder auf die Fähre drauf. So konnten wir in Dragsvik in der richtigen Richtung die Fähre verlassen.
Die 613 ist die Touristenroute „Gaularfjellet – Sande – Balestrand.“
Wir waren heute Nachmittag spät dran, als wir nach der Fähre auf die 613 gefahren sind.
Zunächst entlang des Vetlefjord, dann ab in die Berge.


Die Straße schlängelt sich immer am Berg entlang hoch und runter. Je nach Fahrtrichtung. Aber sie ist relativ breit.
Vor den massiven Bergen kam mir heute ein Spruch von Bert Brecht in den Sonn:“Elendig und klein muss der Mensch dürfen sein.“
So klein habe ich mich heute vor den riesigen und schönen Bergen gefühlt. Gigantisch in jeder Hinsicht.


Wir sind noch ein paar Kilometer weiter gefahren und haben am Byttevatnet einen Stellplatz gefunden.

