Triacastela – Sarria
Ostersonntag
Euch allen ein Frohes Osterfest. Ich hoffe, der Osterhase hat leckere Sachen für euch versteckt.
War ich in der Nacht mal wieder der Domteur oder war ich der Entdecker? Auf alle Fälle konnte ich mit meinem Klebeband wieder mal kleine Tierchen fangen. Leider war ich zu spät. Sie haben mich erwischt. Und mein „bite away“ scheint nicht so gut zu funktionieren, wie gegen Mückenstiche. Die Bisse wachsen sich trotz mehrfacher Erhitzung zu größeren Beulen aus. Ich habe meine Fänge auf dem Nachtisch liegen gelassen, um die Betreiber zu informieren. Auf dem Weg riefen die mich auch, um sich zu entschuldigen. Jetzt wissen sie, dass sie die chemische Keule schwingen müssen.

Am Ortsausgang musste ich mich entscheiden. Links den Weg über Samos, rechts den Weg über San Xil. Die rechte Variante war die kürzere. Als bin ich da lang gegangen.

Das hieß aber auch, dass erst einmal wieder die Bergkuppe nach San Xil von 668 müN auf 896 müN erklommen werden musste. Ich konnte schon beizeiten die Jacke ausziehen.


Vor der Bergspitze ist im Wald immer noch der große Brunnen. Ich habe gar nicht darauf geachtet, ob es jetzt wieder Trinkwasser ist. Ein Schild habe ich nicht gesehen.


Nach San Xil ging es das erste Stück wieder steil bergab. Die nächsten Kilometer taumelte der Weg sich mehr oder weniger moderat weiter runter.
Meine zeitige Mittagspause um 11.30 Uhr habe ich in der einzigen offenen Bar in Furela gemacht. Heute gab es mal ein Stück Empanada statt Tortilla. Was anders hatten sie auch nicht im Angebot.

An die Hohlwege konnte ich mich gut erinnern. Ich bin mal wieder so dahingeschlichen, während die Leichtgepäckpilger mich flott überholt haben.



Und wie immer, ging der Weg dann 5 km vor Sarria wieder steil runter. Zum Glück habe ich ja meine Stöcke dabei.
In Sarria war wieder Pflastertreten angesagt. Ich bin zur kleinen Pension, in der ich auch 2024 schon meine Unterkunft hatte, gegangen. Sie liegt zwar etwas abseits vom Weg, sie ist dafür preiswert und sauber.
Ich habe gleich bei der Ankunft das Bett von der Wand weggeschoben und die Wolldecke entfernt. Da nisten sich die kleinen Biester besonders gern ein.

Da ich ja gestern in Triacastela noch Brot und Käse eingekauft hatte, gibt es ein einfaches Abendessen.
