Richtung Sognefjellet
Unsere Vorräte waren aufgebraucht. Wir mussten in die Stadt einkaufen fahren.
Bevor wir losfahren, mussten wir noch zwei jungen Französinnen helfen. Ach ja, diese Selbstüberschätzung. Und schwuppdiwupp hing ein Hinterrad in der Luft. Ohne Erfahrung wurde erst mal Gas gegeben, dass der Reifen qualmte. Als erfahrener Traktorist habe ich gesagt, sie muss ganz wenig Gas geben und die Ränder geradeaus stellen. Gemeinsam mit anderen Gästen haben wir den Bulli wieder auf festen Grund geschoben.
Auf dem Weg in die Stadt haben wir einen kleinen Umweg zur Stabkirche in Borgund gemacht. Hier werden die Schiffstouris busseweise rangekarrt. Aber auch viele Camper sind dort zu Besuch.

Neben der alten Stabkirche hat man eine neue Kirche gebaut.

In Lærdal haben wir bei Extra alles bekommen, was wir brauchten. Das Navi hat uns dann durch den alten Teil der Stadt geschickt. Kleine alte Häuser stehen hier dicht gedrängt nebeneinander. Und es gab eine Softeisdiele. An einem klitzekleinen Park konnten wir halten und uns zum Eis noch einen Cappuccino zubereiten.
Na ja, durch unsere längere Pause kamen wir in den Feierabendverkehr. Auf die Fähre zwischen Ornes und Solvorn sind wir bei der ersten Fahrt nicht mehr mitgenommen worden. Das Ding war einfach voll. Aber es fahren ja zwei Fähren. So mussten wir nicht lange warten. Ist ja auch nur eine kurze Überfahrt.

Auf der 55 sind wir weiter Richtung Gaupne. Kurz vorher endet der König aller Fjorde einfach in einer flachen Bucht. Völlig unspektakulär.
An einer Tankstelle, die Diesel für unter 20 NOK hatte, haben wir einen kleinen Nachschlag geholt und dann ab in die Berge.
Heute haben wir abseits der Touristenroute in den Bergen einen Stellplatz gefunden.

Dazu mussten wir über einen Kilometer eine wirklich einspurige kurvenreiche Bergstraße hochfahren. Hauptsache uns kommt Morgen Bauer Lindemann nicht mit seinem Trecker entgegen.
Aber nicht nur einen Platz für die Nacht haben wir gefunden, sondern auch jede Menge Walderdbeeren. Die hatte noch keiner gefunden und geerntet. Hätten wir gewusst, dass es geerntet so viele davon gibt, hätten wir im Supermarkt keine für teuer Geld kaufen müssen.


