Roncesvalles – Zubiri
Nachtrag von gestern: 2 Geocaches konnte ich noch finden.
Wie erwartet war die Nacht so herbergstypisch. Mal hat der eine geschnacht, dann ein anderer. Ich natürlich nie.
Und da alle um 8.00 Uhr aus der Herberge raus sein müssen, fingen die Ersten auch schon kurz nach 6.00 Uhr mit packen an. Ich habe mir die Kopfhörer reingesteckt und noch ein wenig abgemattet. Pünktlich 8.00 Uhr gab es Frühstück. So ein typisch Spanisches.

Dann ging es ab auf die Piste, oder besser den Camino. Mit 7 (in Worten: sieben) stolzen Grad und Regen wurde der Abschied nicht leicht gemacht. Zum Glück hatte ich die langen Unterbuxen noch ausgezogen. Denn trotz Regen, wurde mir warm beim Laufen.

War es Hochnebel oder tiefhängende Wolken durch die ich durch musste? Egal. Der feine Nieselregen kroch in jede Ritze. Und der Reißverschluss wurde beim ständigen Öffnen und Schließen der Jacke strapaziert.

Als „Snail On The Trail“ war ich meistens allein auf dem Weg. Vier junge und fröhliche Italiener erzählen und filmten ihren Weg. Sicherlich bin ich demnächst in dem Kinohit „4 Italiener und ein Camino“ zu sehen. Wenn die denn daraus einen Film machen. So überholten wir uns immer wieder wechselseitig.
Zur Mittagszeit habe ich Rast in „Juans Bar“ in Espinal gemacht. Das riesige Bocadillo mit Schinken und Käse war für 6 Geld zu haben. Und da ich mich nicht schon zur der Hälfte der Etappe betrinken wollte, wurde es 2 Cola. (Liebe Grüße an Wissende an dieser Stelle.)
Michel (ob mit oder ohne diesem Zeichen über dem e, weiß ich nicht) aus den USA hat sich dann in Lintzoain ein Taxi, oder wie sie sagte:“CAB“ bestellt. Da hätte ich mich einklinken sollen. Die letzten 10 km ging es noch einmal steil bergan. Und auf den letzten 3 km mit teilweise 25 % bergab. Liebe Grüße von den Knien an dieser Stelle.

Ach ja, ich sollte ja auch Auschau nach er Tier- und Pflanzenwelt halten. Habe ich auch brav gemacht. Erst habe ich gedacht, da hat sich eine andere Blüte dazwischen gemogelt, aber beide hatten gespränkelte Blätter.


In Zubiri wird reichlich gebaut. Meine Herberge liegt gleich hinter der „Tollwut-Brücke“ am Ortseingang.

Nun muss ich schnell noch zum Tienda und mich mit Lebensmitteln versorgen. Menu del dia entfällt heute.
