Molinaseca – Carcabelos
So, das warst dann wohl mit dem Camino Frances.
Ich mache Schluss in Molinaseca.
Aber nur, um nach Carcabelos zu gehen.
April, April…
Na ja, zunächst habe ich einen der vielen Nothelfer des Caminos in Anspruch genommen. Mit der Frau, die mich mit dem Taxi schon vor zwei Jahren nach Ponferada gefahren hat, bin ich auch in diesem Jahr gefahren. Das hat nur deshalb geklappt, weil der andere Taxifahrer keine Zeit hatte. Bis zum Castillo hat sie mich gefahren.
Im Café gegenüber soll es leckere Churros mit Schokolade geben. Na, das ist doch mal ne Ansage. Ich also rein ins Café. Aber welche Enttäuschung: Heute Vormittag machen sie keine. Dafür empfahl mir die Verkäuferin ein besonderes Gepäck, dass es nur in der Osterwoche gibt. Und um die gestern verbrauchten Reserven wieder aufzufüllen, gab es noch was richtig Gesundes. Was mit Möhren. Und Sahne. Und einem Ccl.

Vom Castillo bin ich noch zum Hauptplatz und zur Kirche „Basílica Nuestra Señora de la Encina“ gegangen.


Bei Gadis habe ich noch Käse und eine Schokolade (150 g für 1.95 €) gekauft. Das sollte fürs Abendessen reichen.
Am Rande der Stadt kommt man noch an einem alten Kraftwerk vorbei. Die Ausstellung war leider noch geschlossen.
Kurz danach geht es ein kurzes Stück steil aufwärts. Ist man aber erst einmal oben, geht der Weg wieder relativ flach weiter.


Über langgestreckte Orte, die ineinander übergehen ist Betontreten angesagt.
Wir sind hier im Weinanbaugebiet Bierzo. Hier wird überwiegend die alte Rebsorte Mencía angebaut. Das werden hochbewertete Weine. Müssen wir mal zu Hause probieren. Hier geht das ja nicht. Da komme ich ja am Vormittag nicht aus der Bodega heile wieder raus.

Selbst in dem kleinen Ort Carcabelos sind schon die Absperrgitter für den 2. April (Gründonnerstag) aufgestellt. Da gibt es dann die typische Prozession mit einer Heiligenfigur durch den Ort.
Komischerweise waren heute nicht viele Pilger auf dem Weg. Oder ich war einfach zu zeitig unterwegs. Am Weg findet man immer wieder solche mehr oder weniger sinnvollen Sinnsprüche. Ich habe es mal frei übersetzt

Das mit den Automaten hatte ich ja schon mal vor ein paar Tagen geschrieben. Auch aus dem hier, den den ganzen Tag in der prallen Sonne steht, würde ich mir keine Schokolade oder ein Kaltgetränk ziehen.

So, meine Wäsche habe ich auch gewaschen. Der Weg ist doch schon ganz schön staubig. Zum Glück.
Besser staubig als matschig.
