El Burgo Ranero – Mansilla de las Mulas
Ich werde die spanische Schlafkultur wohl nie verstehen. Ich glaube langsam zu wissen, wieso es hier so viele Physiotherapeuten gibt. Bei den Kissen. Kein Wunder, dass alle im Nacken verspannt sind. Das muss der Rotwein am Abend dann wohl wettmachen. Ich habe die dicke Nackenrolle wieder einmal rausgeschmissen und mir mein eigenes Kissen gebastelt. Dann ging es einigermaßen mit dem Schlafen. Ich hatte mir vorsorglich die Ohrstöpsel reingesteckt. So war es ruhig. Kein Autolärm, keine Kompressorengeräusche.
Am Morgen, so kurz vor 8.00 Uhr gab es Frühstück. Dieses Mal nicht mit einer Napolitana, sondern einem Croissant. Fünf Euro kostet der Spaß.

Noch einen Kilometer durch den Ort laufen und schwuppdiwupp war ich wieder auf der Piste. Es wurde wieder ein Scheibenwelttag. Also recht flach.

An der Kreuzung nach Villamarco hätte ich eine kleine Wanderung (500 m, die einfache Strecke – für alle Steuerfüchse) machen können. Dort sind alte landwirtschaftliche Maschinen ausgestellt. Ich habe es aber nur bis zur ersten Maschine – einem Wasserrad – geschafft. Die letzten Banane und einen Müsliriegel gab es als Belohnung für die Besichtigung. Oh, wie fühlte sich der Rucksack gleich leichter an.

Nur der Ort Reliegos lag wieder mal in einem kleineren Tal. Da die meisten Pilger hier schon 10 km auf ihrem Tageszähler hatten, war die Bar gut besucht. Für mich gab es wieder eine Tortilla und ein bräunliches zuckerhaltiges Kaltgetränk. Da saßen dann auch der Ire Terry und der Kanadier Bruce. Diese Frühaufsteher.


Na, habe ich das mit dem Baum im Hintergrund nicht gut hinbekommen?
Über zwei Autobahnbrücken ging es zum heutigen Ziel Mansilla de las Mulas. Zum Glück hatte ich mein Zimmer reserviert. Mit 5 Zimmern ist die Unterkunft schnell voll.

