Boadilla del Camino – Carríon de los Condes
Ich hätte wohl mal besser den Wetterbericht für heute ansehen sollen. Hab ich aber nicht. Und so bin ich kurz vor 8.00 Uhr losgelaufen. Es war noch recht kühl. Das solltet sich aber im Laufe des Tages noch gewaltig ändern.
Die heutige Etappe soll laut Navigation 24,7 km lang sein. Auch das sollte sich im Laufe des Tages noch gewaltig ändern.
Kurz nach dem Dorf kommt der Canal de Castilla. Dem muss man ein paar Kilometer folgen. So richtig grün ist hier noch nichts.

Man kann auch eine Bootsfahrt auf dem Kanal machen. Es ist aber noch keine Saison. So musste ich selber die Hufe schwingen. Am Ende des Kanals ist eine Staustufe mit Treppen, über die das Wasser auf die untere Ebene geleitet wird.

Nach der Staustufe ist der Ortseingang der Stadt Formista. Hier habe ich mir eine kleine Bar gesucht, um einen Café con leche zu trinken. Auffällig ist der Schnitt der Platanen. Sie wurden so geschnitten, dass ihr Laub im Sommer Schatten auf die Fußweg wirft. Da hat der Gärtner doch mal mitgedacht.

Am Ortsausgang, am Übergang der Fernverkehrsstraße steht wieder eine Pilgerstatue. Recht pfiffig gemacht.


Nach dem man den Kreisverkehr verlassen hat, kommt eine laaanggezogene Straße. Das besondere ist, dass an jeder Einfahrt auf den Acker kleine Säulen als Einfahrtsbegrenzugen stehen. Ich habe nicht gezählt, wie viele Säulen es sind.

In dem kleinen Ort Revenga de Campos war eine Bar offen. Aber es gab nichts Gutes zum Essen. So wurde es wieder ein „Ccl“ und ein Keks.
In Villacázar de Sirga war Zeit für die Mittagspause. Während mein Essen zubereitet wurde, bin ich schnell noch rüber in die Kirche. Zum Glück, denn ab 14.00 Uhr war die Kirche geschlossen.



Was 14.00 Uhr erst Mittagessen? Ja, vorher gab es nichts. Und es war gut, dass ich mich noch einmal richtig gestärkt habe.
Die Sonne ballert unbarmherzig bei über 20 Grad. Kein Baum, kein Strauch, kein Schatten. Und das jetzt noch für die letzten 10 km. Es ging bis kurz vor dem Zielort immer bergauf. So richtig schön langgezogen. Yippie. Das liebt doch jeder Wandersmann. Nach dem Erreichen des höchsten Punktes, sieht man die Stadt. So nah, so nah und doch noch nicht da.
Noch immer 5 Kilometer. Das schlaucht ganz schön.

Nach dem Ortseingang kamen bald die ersten Bars. Und da saßen sie. Die durchgeschwitzten Pilger, die sich ein Kaltgetränk gönnten.
Nach dem ich mein kleines Zimmer bezogen und mich geduscht hatte, habe ich meine staubigen Sachen zum Waschen gegeben. Morgen werden sie sicherlich wieder staubig. Aber morgen ist Sonntag. Da muss ich doch frisch gewaschen in den Tag starten.
Ein kurzer Besuch beim Supermarkt DIA und ab jetzt relaxieren.

Ach ja. Knapp 28 Kilometer sind es heute geworden. Zum Glück habe ich viele Pausen gemacht. Trotzdem qualmen die Socken.
